Zahlen und Fakten

Auch Ihr Unternehmen kennt die Situation, dass ein Mitarbeitender krank wird oder Leistungsveränderungen zeigt. Noch nicht alle Betriebe sind sich im Klaren darüber, was solche Ausfälle an Kosten mit sich bringen.

Ein bewusstes und aktives Management von Abwesenheiten oder sich abzeichnenden Leistungsveränderungen bei Mitarbeitenden reduziert die Risiken und Kosten für jedes Unternehmen.

Die direkten Nutzen sind:

Abwesenheiten kosten. Erhebt man nur schon die dabei anfallenden direkten Lohnkosten für ein durchschnittliches Unternehmen der Maschinenindustrie mit ca. 400 Beschäftigten, zeigt sich folgendes Einsparpotential (nur krankheitsbedingte Abwesenheiten):

Anzahl krankheitsbedingter Absenztage im Jahr: 2’070 Tage (2,2 % der Nettoarbeitszeit)
Brutto-Tageslohn pro Mitarbeitenden: 300 Franken

Total der durch krankheitsbedingte Abwesenheiten verursachten direkten Lohnkosten: 621’000 Franken

Hinzu kommen die indirekten Kosten (organisatorische Umtriebe, Produktionsausfälle, Ersatzkräfte etc.) Diese sind erfahrungsgemäss rund 1,5 bis 5-Mal so gross wie die direkten Kosten (Quelle: Werkzeugkasten Suva).

Bei vier Unternehmen der „Unternehmergruppe Wettbewerbsfähigkeit“ wurde die Entwicklung die Abwesenheiten von 2004 bis 2008 statistisch erhoben. Dies nach der Einführung von gezielten Massnahmen zur Beruflichen Eingliederung resp. zum Sozialkosten-Management. Die Abwesenheiten der Mitarbeitenden konnten bedeutend gesenkt werden:

  • 12 % weniger Unfälle
  • 29% weniger Ausfallstunden
  • 37% weniger Fehltage
(Quelle: Unternehmergruppe Wettbewerbsfähigkeit)

In der Verwaltung des Kantons Basel-Stadt wurde 2006 ein Programm zur Beruflichen Eingliederung eingeführt („Come back“). Die krankheitsbedingten Lohnzahlungen ab dem 91. Absenztag sanken dadurch um satte 53%.
(Quelle: Schweizer Arbeitgeber Ausgabe 8/2011).

Ein Unternehmen profitiert, wenn es weniger Krankheits- und Unfallfälle vorweist. Denn entsprechend sinken die Prämien für die Krankentaggeldversicherung und die Pensionskasse.

  • Die Pensionskasse PKRück hat aufgezeigt, dass Firmen rund zwei bis drei Jahre nach Einführung von Massnahmen zur Beruflichen Eingliederung resp. für das Sozialkostenmanagement ihre Pensionskassen-Risikoprämien um rund 1%-3% senken können.
  • (Quelle:Organisator Ausgabe 8-9 2011).

Der Verlust eines Mitarbeitenden aber verursacht in einem Unternehmen hohe Kosten. Für Mitarbeitende auf der ausführenden Ebene und im unteren Management werden die Kosten auf 30 bis 50% des Jahresgehalts geschätzt. Der Wechsel von Mitarbeitenden im mittleren Management kostet rund 1,5 Jahresgehälter. Für Spezialisten und Führungskräfte des Top Managements muss mit rund 4 Jahresgehältern gerechnet werden, bis sie vollständig ersetzt sind. (Quelle: Personalwissen; Retention und Fluktuation)

Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • Kosten für die Rekrutierung (Stelleninserate, Honorar Personalberater, Assessments)
  • Zeitintensive Interviewrunden mit verschiedenen Bewerbern
  • Ihr Aufwand für die Einarbeitung des neuen Mitarbeitenden

Hinzu kommt die Mehrbelastung der betroffenen Teammitglieder. Diese erhöhte Belastung kann in Zeiten intensiver Arbeitspensen wiederum zu Ausfällen, zu Unruhe oder auch Unsicherheit bei den anderen Mitarbeitenden führen.

Ihre Mitarbeiter spüren die Wertschätzung, die Ihr Unternehmen ihnen entgegenbringt. Sie vermittelt ihnen Vertrauen und baut eine Bindung zwischen ihnen und dem Unternehmen auf.

Für das Unternehmen bedeutet eine starke Mitarbeiterloyalität eine positive Unternehmenskultur, ein hoher Einsatzwille und eine tiefe Personal-Fluktuation:

Das echte Interesse Ihrer Firma an den Bedürfnissen und Anliegen der Mitarbeitenden wird intern sowie auf dem Arbeitsmarkt wahrgenommen.

Arbeitnehmende bevorzugen heute Arbeitgeber, die gute Arbeitsbedingungen bieten und ihren sozialen Vorstellungen entsprechen. Diese sogenannt weichen Werte sind entscheidend für die Attraktivität Ihres Unternehmens. Ein attraktiver Arbeitgeber kann offene Stellen rascher mit fachlich dafür qualifizierten Personen besetzen.

Ein Unternehmen, das seine soziale Verantwortung wahrnimmt, fällt in der Öffentlichkeit positiv auf. Dieser Reputations- und Imagegewinn wirkt sich sowohl auf die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt als auch auf die Auftragslage aus.

  • Seit der Finanzmarktkrise und ihren negativen Konsequenzen für die nationalen Volkswirtschaften, steigt der Erwartungsdruck auf die Banken und die Unternehmen, ihre soziale Verantwortung für ihre Wirtschaftsstandorte aktiv wahrzunehmen. (Quelle: Die Volkswirtschaft 7/2011)
  • Markus Wenger, Geschäftsführer der Wenger-Fenster AG, bezeugt, dass sich das soziale Engagement seiner Firma positiv auf die Auftragslage ausgewirkt hat. Lesen Sie sein Testimonial.


Seite druckenSeite drucken WeiterleitenWeiterleiten