Compasso

Glossar

Ein Anteil von über 20% der Schweizer Bevölkerung ist von Allergien betroffen. In der Schweiz leben damit – mit steigender Tendenz – gegen 2 Millionen Betroffene. Unter einer Allergie wird eine massiv überhöhte Reaktionsbereitschaft des Abwehrsystems verstanden. Diese richtet sich gegen an sich unproblematische Substanzen (Allergene) zum Beispiel in Atemluft, in Lebensmitteln oder in Kosmetika und läuft derart heftig ab, dass der Organismus dabei sehr rasch in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei Personen mit einer Allergie reichen schon kleinste Mengen von Allergenen, um belastende Symptome des Atemtraktes, des Magen-Darmtrakts oder der Haut auszulösen. Die Lebensqualität kann stark eingeschränkt werden, hoher Leidensdruck kann entstehen, insbesondere auch, da Kinder und Jugendliche überdurchschnittlich häufig betroffen sind. Im Extremfall kann es zu lebensbedrohlichen Reaktionen oder sogar Todesfällen kommen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Schweizerischen Zentrums für Allergie, Haut und Asthma:

aha! Allergiezentrum Schweiz

Menschen können unter übersteigerten Ängsten oder Panikstörungen leiden. Die Folge ist oft ein Ausweich- oder Vermeidungsverhalten. Angsterkrankungen sind weit verbreitete Störungen, können aber durch Psychiaterinnen und Psychologen in der Regel gut behandelt werden, gerade wenn sie frühzeitig erkannt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Angst- und Panikhilfe Schweiz:

Angst- und Panikhilfe Schweiz

Fach-, Selbst-, Sozial-, Führungs- und Beratungskompetenzen sowie Bewältigungskompetenzen von Mitarbeitenden um hinsichtlich bestimmter Arbeitsanforderungen Leistung zu erbringen.

Bei einem Arbeitsversuch hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, neue Mitarbeitende und ihre Arbeitsweise, Fähigkeiten und Motivation eingehend kennen zu lernen und zu testen, bevor er sich für eine Festanstellung entscheidet. Und dies ohne finanzielles und rechtliches Risiko. Denn der Lohn wird durch die IV bezahlt und es besteht kein Arbeitsverhältnis nach Obligationenrecht. Das Arbeitsverhältnis kann also jederzeit abgebrochen werden, sofern gesundheitliche Probleme auftauchen oder sich die Person für die Stelle nicht eignen sollte. Der Arbeitgeber erhält zudem von einer kompetenten Fachperson die notwendige Unterstützung. Voraussetzung ist jedoch, dass der Arbeitgeber grundsätzlich an einer längerfristigen Beschäftigung interessiert ist.

Nach Ablauf dieser „Testphase“ kann sich der Arbeitgeber für oder gegen eine Festanstellung entscheiden. Wird die beeinträchtigte Person weiterbeschäftigt, so sieht das Gesetz eine Schutzfrist von drei Jahren vor. Dadurch wird sichergestellt, dass der Arbeitgeber kein finanzielles Risiko tragen muss, wenn die neue Arbeitskraft erneut wegen Gesundheitsproblemen ausfällt.

BGM ist der Oberbegriff für alle organisationsinternen Massnahmen zur Sicherung der psychischen und körperlichen Gesundheit der Mitarbeitenden. Das BGM umfasst in diesem Sinn Massnahmen der Wiedereingliederung von erkrankten/verunfallten Angestellten, Massnahmen der Früherkennung (z.B. durch Absenzenmanagement) sowie Massnahmen der Gesundheitsförderung und des Arbeitsschutzes.

Während sich der Arbeitsschutz vor allem auf infrastrukturelle Risikofaktoren (gefährliche Maschinen, ungünstiges Büromaterial, schlechte Lichtverhältnisse etc.) ausrichtet, setzt die Gesundheitsförderung bei den sozialen Einflussfaktoren (Betriebsklima, Führungsverhalten etc.) und bei individuellen Verhaltensweisen (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement etc.) an.

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist eine Führungsaufgabe, d.h. das Management ist für die Koordination von Initiierung, Umsetzung, Controlling und Evaluation der entsprechenden Massnahmen zuständig.

Quelle: Hochschule Luzern – Soziale Arbeit.

Eine „Borderline-Störung“ kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Beobachtbar sind unter anderem eine wechselnde, instabile Stimmung, häufiges impulsives Handeln, emotionale Ausbrüche bis hin zu streitsüchtigem Verhalten. Ein mangelndes Selbstwertgefühl und Beziehungs-Probleme können hinzukommen. Häufig sind selbstverletzende Handlungen (z.B. Schneiden, Brennen). Dadurch werden unerträgliche innere Spannungen abgebaut.

Drogenmissbrauch und andere psychische Störungen (Depressionen, Angststörungen, Essstörungen) kommen häufig kombiniert mit einer Borderline-Störung vor.

Weitere fachliche Informationen finden Sie auf der Borderline Plattform:

Borderline Plattform

Das „Burnout-Syndrom“ (wörtlich übersetzt: „Ausbrennen“) ist bis heute zwar in aller Munde, jedoch unscharf definiert. Es weist keine eigenen Symptome auf, sondern solche, die bei anderen Krankheiten auftreten (z.B. bei der Depression).

Beschrieben wird Burnout als ein dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand. Er ist in erster Linie von Erschöpfung gekennzeichnet, begleitet von Unruhe und Anspannung, einem Gefühl von verringerter Leistungsfähigkeit, gesunkener Motivation und vermehrt negativen Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit. Burnout entwickelt sich nach und nach, kann dem betroffenen Menschen aber lange unbemerkt bleiben. Es zieht Menschen in eine Abwärtsspirale, aus der schwierig zu entkommen ist.

Für Sie als Arbeitgeber ist es von Interesse, dass ein betroffener Mitarbeitender Hilfe sucht. Denn, wenn Mitarbeitende ausbrennen, sinkt die Qualität und Quantität der Arbeit. Motivieren Sie Ihren Mitarbeitenden, die Symptome frühzeitig bei seinem Arzt abzuklären.

Weitere Informationen finden Sie auf der Swiss Burnout Website:

Swiss Burnout

CM ist eine Methode die bei der Wiedereingliederung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb häufig zur Anwendung kommt.
Bei diesem auf Unterstützung, Koordination und Kooperation angelegten Prozess sind regelmässig mehrere Partner/innen involviert. CM strebt demnach die Überwindung von Grenzen von Organisationen und Professionen an.
Dazu wird ein zielgerichteter Beratungs- und Unterstützungsprozess eingeleitet, bei dem ein/e Einzelne/r (Case Manager/in) über eine bestimmte Zeitspanne oder den gesamten Beratungsverlauf hinweg die Verantwortung für die Koordination der Leistungserbringung übernimmt um die im Voraus von allen Beteiligten definierten Ziele effizient und effektiv zu erreichen.

Case Management zeichnet sich aus durch eine ressourcenorientierte Haltung gegenüber den betroffenen Personen. Deren Autonomie wird respektiert und sie werden in der Entfaltung des eigenen Potentials unterstützt (Empowerment).

Quelle: Hochschule Luzern – Soziale Arbeit

Rund 700’000 Menschen in der Schweiz leiden an chronischen Krankheiten. Bei ihnen steht nicht eine Heilung im Vordergrund, sondern die Frage, wie man mit der Beeinträchtigung leben kann.

Je nach Ausprägung der chronischen Krankheit kann weiterhin die volle Arbeitsleistung erbracht werden.

GELIKO - Schweizerische Gesundheitsligen-Konferenz

Depressive Erkrankungen sind weitverbreitete Störungen. Ursachen können Schicksalsschläge, belastende Lebenserinnerungen oder auch Veranlagung sein. Depressive Erkrankungen sind mit fachärztlichen Verfahren gut behandelbar – besonders, wenn sie frühzeitig erkannt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Websites:
Equilibrium: Verein zur Bewältigung von Depressionen: www.depressionen.ch
Informationen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich: www.depression.uzh.ch

Als Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus wird jeder Zustand bezeichnet, bei dem ein erhöhter Zuckersiegel im Blut gemessen werden kann. Dieser entsteht durch einen absoluten Mangel an Insulin oder durch eine verminderte Wirkung des Insulins. Die Behandlung besteht in einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, unterstützt durch vermehrte körperliche Aktivitäten, allenfalls Tabletten und Insulinspritzen. Betroffen sind etwa 5-7% der Bevölkerung.

Häufigste Anzeichen bei Unterzuckerung sind Schweissausbruch, Herzklopfen, Heisshunger, Seh- und Konzentrationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Verwirrtheitszustände.
Häufigste Anzeichen bei Überzuckerung sind Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, starker Durst, häufiges Wasserlassen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Schweizerischen Diabetesgesellschaft:

Schweizerische Diabetesgesellschaft

Disability Management ist eine internationale Strategie zum Umgang mit gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz. Sie integriert präventive Konzepte zur Erhaltung der Gesundheit und der Arbeitsfähigkeit ebenso wie Massnahmen zur Früherkennung gesundheitlicher Beeinträchtigungen und zur rechtzeitigen (Re-)Integration von kranken oder verunfallten Mitarbeitenden an den bestehenden oder an einen neuen Arbeitsplatz.

Disability Management hat zum Ziel, durch die Schaffung geeigneter Arbeits- und Rahmenbedingungen die individuelle Lern- und Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitenden zu erhalten und zu verbessern. Die ökonomischen, gesellschaftlichen und individuellen Folgen von gesundheitlicher Beeinträchtigung oder Behinderung sollen vermindert werden.

Zur Erreichung dieses Ziels sind koordinierte Massnahmen aller beteiligten Akteure notwendig, insbesondere von Arbeitnehmenden, Arbeitgebern, politisch Verantwortlichen, Versicherungsträgern sowie gesundheitlichen und sozialen Dienstleistungserbringern.

Quelle: Hochschule Luzern – Soziale Arbeit

Diversity Management bzw. Vielfaltsmanagement bezeichnet ein Konzept der Unternehmensführung, das die Verschiedenheit der Beschäftigten bewusst zum Bestandteil der Personalstrategie und Organisationsentwicklung macht.

Das heisst, dass die Mitarbeitenden eines Betriebs im Bezug auf z.B. Geschlecht, Nationalität, Alter, Behinderung, Religion und Lebensstil durchmischt sind.
Diversity Management hat zum Ziel, die Verschiedenartigkeit der Mitarbeitenden nicht nur anzuerkennen, sondern positiv auszugestalten.

Arbeitgeber, die eine gesundheitlich beeinträchtigte Person beschäftigen, können von der IV einen Einarbeitungszuschuss beanspruchen. Damit wird während einer gewissen Zeit die Einbusse, die durch die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Mitarbeitenden entstehen kann, ausgeglichen.
Der Einarbeitungszuschuss wird längstens 180 Tage ausbezahlt und beträgt maximal 80% des letzten Lohns des Mitarbeitenden (bei voll ausgeübter Erwerbstätigkeit). Die Auszahlung erfolgt an den Arbeitgeber.

Dem Arbeitgeber kann eine Entschädigung für Beitragserhöhungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge und der Krankentaggeldversicherung ausgerichtet werden. Voraussetzung ist, dass die versicherte Person nach erfolgter Arbeitsvermittlung innert drei Jahren erneut arbeitsunfähig wird und das Arbeitsverhältnis vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit länger als drei Monate gedauert hat. Die Absenzen müssen mindestens 15 Tage pro Kalenderjahr betragen. Die Entschädigung wird ab dem 16. Tag ausbezahlt.

Abhängig von den betroffenen Hirnregionen gibt es sehr viele und sehr unterschiedliche Formen von Epilepsie-Anfällen. Von unauffälligen, sehr kurzen bis zu dauernden Anfällen, ohne Bewusstseinsverlust bis hin zu dramatischen Anfällen mit Bewusstlosigkeit, die einige Minuten dauern. So sehen auch die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit sehr unterschiedlich aus. Bei Zuckungen des Körpers und Sturz sollte die Verletzungsgefahr so klein wie möglich gehalten werden.

Weitere Informationen:

Epi-Suisse, Schweizerischer Verein für Epilepsie

Eine geistige Behinderung kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Anhand des Intelligenzquotienten (IQ) wird zwischen leichter, mittelschwerer, schwerer und schwerster geistiger Behinderung unterschieden.
Fördert und unterstützt man Betroffene mit leichter geistiger Behinderung optimal, können sie berufliche Fähigkeiten erwerben und erfolgreich am sozialen Leben teilnehmen.

Voraussetzung von Mitarbeitenden, die Herausforderungen des (Berufs-)Alltags zu bewältigen.

Allgemein jede physische, funktionale oder psychische Schwächung, die von einer Krankheit, Verletzung oder angeborenen bzw. erblichen Missbildung herrührt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weit verbreitet. Die häufigsten Störungen gehen auf eine ungenügende Durchblutung zurück: Wenn Gefässe verengt sind und das Blut nicht mehr ungehindert fliessen kann, oder wenn das Herz keine genügende Leistung zu erbringen vermag, werden gewisse Bereiche des Körpers ungenügend oder gar nicht mehr durchblutet. Dies ist zum Beispiel bei Angina pectoris, beim Herzinfarkt oder beim Hirnschlag der Fall. Andere Funktionsstörungen und Krankheiten können die Herzklappen, das elektrische Leitungssystem des Herzens oder den Herzmuskel betreffen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Schweizerischen Herzstiftung:

Schweizerische Herzstiftung

HIV ist ein Virus, welches das Immunsystem schädigt. Bei einer unbehandelten HIV-Infektion wird das Immunsystem mit der Zeit so stark beeinträchtigt, dass es schwere Krankheiten (u.a. gewisse Krebsformen, schwere Lungenentzündungen) nicht mehr verhindern kann. Dieses Stadium heisst Aids.
Dank guter medizinischer Behandlungen ist dies in der Schweiz nur noch höchst selten der Fall. Eine HIV-Infektion ist nicht heilbar, sie kann aber kontrolliert werden. Sie entspricht heute einer lebenslangen chronischen Krankheit. Menschen mit HIV können in der Regel ein weitgehend normales Leben führen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Aids-Hilfe Schweiz:

Aids-Hilfe Schweiz

Es gibt grosse Unterschiede zwischen Menschen, die gehörlos, schwerhörig oder spätertaubt sind. Der Zeitpunkt, seit dem die Betroffenen mit der Hörbehinderung leben ist entscheidend (Geburt, Kleinkindalter, als Erwachsener).
So können Schwerhörige zum Teil sprechen oder sogar telefonieren. Gänzlich Gehörlose, die sprechen, können hingegegen für andere kaum verständlich sein oder selbst Mühe haben, Texte zu verstehen.
Entscheidend ist, zu Beginn die Kommunikationsfähigkeit des Betroffenen abzuklären. Sein Arbeitsplatz kann technisch angepasst werden: gute Ausleuchtung, Übersichtlichkeit, Möglichkeit, akustische Signale zu visualisieren oder sie durch ein Fibrationsfunk-Meldesystem zu ergänzen. Der Vorgesetzte braucht möglicherweise mehr Zeit für besonders eindeutige und klare Arbeits-Anweisungen. Hörbehinderte sind anderseits oft überdurchschnittlich motiviert, engagiert und betriebstreu, insbesondere, wenn sie ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden.
Achten Sie darauf, dass wichtige Informationen auch bei Hörbehinderten im direkten Gespräch weitergegeben werden.
Weitere Informationen: www.bfsug.ch/

Durchschnittlich erkrankt jeder dritte Mensch einmal in seinem Leben an Krebs. Zwar können mittlerweile viele Betroffen geheilt werden, doch hat die Krankheit in jedem Fall einschneidende Folgen für die Patienten wie auch für ihre Familie und das soziale und beruflich Umfeld.

Anhaltende schwere Erschöpfung (Fatigue), z. T. Schmerzen, Angst, Scham und häufig auch Depressionen bedeuten eine grosse Belastung. Nach der Akuttherapie dauert es nicht selten Monate bis Jahre, bis Betroffene wieder voll leistungsfähig sind und sich im Alltag zurecht finden. Einigen gelingt dies nie mehr ganz.

Weitere Informationen finden sie auf der Website der Krebsliga Schweiz:

Krebsliga Schweiz

Ausprägung der Persönlichkeit und Motivation von Mitarbeitenden, die ihre Leistungsfähigkeit in Form von Arbeit für ein bestimmtes Ziel einbringen.

Für die Ausübung der Tätigkeit erforderliche Gesundheit und Arbeitskompetenzen von Mitarbeitenden, um eine Leistung entsprechend den Arbeitsanforderungen zu erbringen.

Eine Person mit Lernbehinderung ist je nach Grad der Behinderung in ihrer Lernfähigkeit beeinträchtigt, in Schule und Ausbildung. Die Behinderung ist oft angeboren, kann aber auch durch eine Krankheit (z.B. Hirnhautentzündung) oder durch eine Hirnverletzung ausgelöst werden.

Wenn nur bestimmte geistige Fähigkeiten beeinträchtigt sind, spricht man von Teilleistungsstörungen. Diese betreffen meistens den Umgang mit Sprache, Schrift oder Zahlen.

Gewisse Lernbehinderungen können überwunden werden – es gibt viele Menschen, denen später im Berufsleben nichts mehr anzumerken ist.

Wenn einem der Atem fehlt, wird alles andere bedeutungslos. Eine Atembehinderung verändert das Leben. Gewohnheiten sind plötzlich in Frage gestellt, selbstverständliche, banale Tätigkeiten werden zum Problem. Lungenkranke und Atembehinderte sind herausgefordert, ihren Alltag den neuen gesundheitlichen Bedingungen anzupassen.
Jede sechste Person in der Schweiz leidet an einer Lungen- oder Atemwegserkrankung. Je nach Krankheit und erforderlicher Therapie können die Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen stark variieren.

Weitere Informationen zu folgenden Krankheiten finden Sie auf der Website der Lungenliga Schweiz.

  • Asthma
  • Chronische Bronchitis / COPD (Lungenemphysem)
  • Allergien der Atemwege
  • Lungenkrebs
  • Cystische Fibrose
  • Schlafapnoe-Syndrom
  • Tuberkulose

Website Lungenliga Schweiz

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Verläuft die Erkrankung günstig, kann es sein, dass erst nach Jahren eine Behinderung auftritt. Die Krankheit wirkt sich schubweise aus.
Beobachtbare Veränderungen durch Multiple Sklerose sind Lähmungen an Kopf, Rumpf und Gliedern, Empfindungsstörungen, Muskelschwäche und Zuckungen, Sprech- und Schlussstörungen, Ermüdbarkeit und Schmerzen.
Die Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit ist bei Menschen mit MS sehr verschieden und tritt insbesondere während eines Schubs auf.
Für Betroffene eignen sich besonders Arbeiten, die am PC erledigt werden können und ein individuelles Tempo erlauben.

Weitere Informationen: Schweizerische MS Gesellschaft, www.multiplesklerose.ch

„Rheuma“ ist eine Sammelbezeichnung für mehr als 200 verschiedene Krankheitsbilder, die Schmerzen am Bewegungsapparat zur Folge haben: An Gelenken und Knochen sowie dazugehörenden Muskeln, Sehnen und Bändern.

Zu den häufigen Formen zählen Arthrose (Abnützungserscheinungen), Arthritis (entzündliches Rheuma), Rückenschmerzen, Osteoporose (Knochenschwund) und Weichteilrheuma (z.B. Fibromyalgie).

In der Schweiz ist jeder 5. Einwohner von Rheuma betroffen - rund 1,5 Mio. Menschen - und 300'000 leiden an schweren chronischen Rheumaformen, die mit Behinderung einhergehen. Das macht „Rheuma“ zur Volkskrankheit Nr 1.

Die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmenden hängen einerseits vom Schweregrad der Krankheit ab, andererseits davon, ob der Betroffene sich in einer akuten Phase der Krankheit befindet. Geeignet sind Tätigkeiten, bei denen der Betroffene abwechselnde Haltungen einnehmen und schmerzende Bewegungen vermeiden kann.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Rheumaliga Schweiz:

Rheumaliga Schweiz

Schizophrenien sind ernsthafte seelische Erkrankungen, bei denen vor allem die Beziehung zur Wirklichkeit und zu den Mitmenschen verändert ist. Schizophrenie ist heute psychiatrisch gut behandelbar, aber nicht therapeutisch heilbar. Allerdings heilt die Krankheit in vielen Fällen spontan.

Beobachtbar sind leichtere Verhaltensstörungen bis zu Tobsucht. Die Betroffenen denken und sprechen bisweilen sprunghaft, blockiert, nicht zusammenhängend. Sie leiden unter Halluzinationen, d.h. Wahrnehmungen, die nicht realistisch sind. So hören Betroffenen Stimmen oder fühlen sich verfolgt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Kompetenznetz Schizophrenie Website:

Kompetenznetz Schizophrenie

Es gibt viele Formen von Sehbehinderung. Gemäss einer geläufigen Umschreibung ist sehbehindert, wer normalen Zeitungsdruck auch mit einer Lesebrille oder Kontaktlinsen nicht mehr lesen kann. Neben der so beschriebenen Schwierigkeit im so genannten „Scharfsehen“ kann eine Sehbehinderung aber auch durch vielfältige und kombinierte Einschränkungen im Gesichtsfeld, Bewegungsstörungen des Auges, Probleme bei der Verarbeitung von Sehreizen im Gehirn und durch weitere Sehstörungen entstehen. Zudem spielen die bauliche Umgebung - Lichtverhältnisse, Markierungen, akustische Informationsvermittlung - und die Lebenssituation der Person, zum Beispiel die Rücksichtnahme und Unterstützung durch seine Mitmenschen, sein Umgang mit Hilfsmitteln und Hilfstechniken usw. eine grosse Rolle.

Die Praxis zeigt: Betroffene können durch kompensatorische Arbeitstechniken, Hilfsmittel und eine gezielte Vorbereitung eine Sehbehinderung gut ausgeglichen und sind auf dem Arbeitsmarkt konkurrenz- und leistungsfähig.

Im Unterschied zur umgangssprachlichen, breiten Verwendung des Wortes Stress, bedeutet der Fach-Begriff „Stress“ eine ernsthafte und lang andauernde oder immer wiederkehrende Überlastung, die krank macht und menschliche sowie materielle Ressourcen vernichtet.

Weitere Informationen: Website zu Stressabbau und Stressprävention am Arbeitsplatz

Supported Employment ist eine Methode, wie Arbeitgeber und ihre Mitarbeitenden bei der Beruflichen Eingliederung eines Menschen mit Beeinträchtigung professionell unterstützt werden können. Sie ist sowohl für den Erhalt eines Arbeitsplatzes als auch bei einer Neueinstellung im ersten Arbeitsmarkt anwendbar.

Supported Employment umfasst:

  • Erstellen eines individuellen Interessen-, Fähigkeits- und Beeinträchtigungsprofils des Stellenbewerbenden.
  • Kontaktaufnahme mit einem Arbeitgeber, der ein Stellenangebot hat, dessen Anforderungen mit den ausgewiesenen Fähigkeiten des beeinträchtigten Stellenbewerbenden übereinstimmen. Dies können Schnupperstellen, Praktika, Arbeitstrainings und feste Stellen sein.
  • Bedarfsgerechte, kontinuierliche Unterstützung am Arbeitsplatz: Beratung bei allen auftretenden Fragen, etwa bei der Einarbeitung, der sozialen Integration etc. Die Unterstützung kann vom Arbeitgeber, von der beschäftigten Person oder ihren Arbeitskollegen beansprucht werden.
  • Zeitlich unbegrenzte Unterstützung: Zur erfolgreichen Umsetzung eines solchen Anstellungsverhältnisses gehört das Angebot, Arbeitgeber, Ihren Angestellten und die anderen Mitarbeitenden langfristig zu begleiten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Vereins Supported Employment Schweiz:

Supported Employment Schweiz

Anstellung bzw. Beschäftigung von gesundheitlich beeinträchtigten Personen im 1. Arbeitsmarkt.

Zwangsdenken und Zwangshandlungen wie Waschzwang oder Kontrollzwang sind heute weit verbreitet. Zwänge halten die Betroffenen gefangen und ein Ausweichversuch führt zu unerträglicher Anspannung und bisweilen auch zu starken Angstgefühlen. Zwangsprobleme sind mit neueren Psychotherapiemethoden gut behandelbar, sofern damit nicht zu lange zugewartet wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für Zwangsstörungen:

Schweizerische Gesellschaft für Zwangsstörungen

Weiterleiten