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Nutzen für Unternehmen

Moderne Technologie und eine gute Finanzierung waren früher der Schlüssel zum Unternehmenserfolg. Das reicht nicht mehr aus – leistungsstarke Arbeitnehmer sind inzwischen ein ebenso wichtiger Erfolgsfaktor. Nur wer über motivierte und gesunde Mitarbeitende verfügt, kann heute langfristig am Markt bestehen.

Den direkten Nutzen für Sie zusammengefasst:

Eine gesundheitsfördernde Führung geht über die Reduktion von Fehlzeiten und Fluktuationen hinaus. Denn was nützen Mitarbeitende, die unmotiviert zur Arbeit kommen? Auch hier schafft die betriebliche Gesundheitsförderung Abhilfe: Unternehmen, die eine gesundheitsorientierte Führung in ihrer Unternehmensstruktur verankern und denen die physische und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden wichtig ist, können auf motivierte, engagierte und leistungsfähige Mitarbeitende zählen. Dies wirkt sich direkt auf die Produktivität und Arbeitsqualität des Betriebs aus.

Ein Blick in die Zukunft zeigt zudem, dass Betriebe mit einer gesundheitsfördernden Führungskultur einen zunehmenden Wettbewerbsvorteil haben. Denn: Durch die Globalisierung, die höhere Komplexität und den raschen technologischen Wandel steigen die Anforderungen an die Mitarbeitenden kontinuierlich. Angesichts dieser Herausforderungen wird ein gesunder Führungsstil je länger je wichtiger. Mit Blick auf den prognostizierten Arbeitskräfte-Mangel, verursacht durch die demografische Entwicklung, ist es zudem essenziell, auch ältere Mitarbeitende möglichst lange fit und motiviert im Betrieb zuhalten.

Abwesenheiten kosten. Erhebt man nur schon die dabei anfallenden direkten Lohnkosten für ein durchschnittliches Unternehmen der Maschinenindustrie mit ca. 400 Beschäftigten, zeigt sich folgendes Einsparpotential (nur krankheitsbedingte Abwesenheiten):

Anzahl krankheitsbedingter Absenztage im Jahr: 2’070 Tage (2,2 % der Nettoarbeitszeit)
Brutto-Tageslohn pro Mitarbeitenden: 300 Franken

Total der durch krankheitsbedingte Abwesenheiten verursachten direkten Lohnkosten: 621’000 Franken

Hinzu kommen die indirekten Kosten (organisatorische Umtriebe, Produktionsausfälle, Ersatzkräfte etc.) Diese sind erfahrungsgemäss rund 1,5 bis 5-Mal so gross wie die direkten Kosten (Quelle: Werkzeugkasten Suva).

Bei vier Unternehmen der „Unternehmergruppe Wettbewerbsfähigkeit“ wurde die Entwicklung die Abwesenheiten von 2004 bis 2008 statistisch erhoben. Dies nach der Einführung von gezielten Massnahmen zur Beruflichen Eingliederung resp. zum Sozialkosten-Management. Die Abwesenheiten der Mitarbeitenden konnten bedeutend gesenkt werden:

  • 12 % weniger Unfälle
  • 29% weniger Ausfallstunden
  • 37% weniger Fehltage
(Quelle: Unternehmergruppe Wettbewerbsfähigkeit)

In der Verwaltung des Kantons Basel-Stadt wurde 2006 ein Programm zur Beruflichen Eingliederung eingeführt („Come back“). Die krankheitsbedingten Lohnzahlungen ab dem 91. Absenztag sanken dadurch um satte 53%.
(Quelle: Schweizer Arbeitgeber Ausgabe 8/2011).

Ein Unternehmen profitiert, wenn es weniger Krankheits- und Unfallfälle vorweist. Denn entsprechend sinken die Prämien für die Krankentaggeldversicherung und die Pensionskasse.

  • Die Pensionskasse PKRück hat aufgezeigt, dass Firmen rund zwei bis drei Jahre nach Einführung von Massnahmen zur Beruflichen Eingliederung resp. für das Sozialkostenmanagement ihre Pensionskassen-Risikoprämien um rund 1%-3% senken können.
  • (Quelle:Organisator Ausgabe 8-9 2011).

Der Verlust eines Mitarbeitenden aber verursacht in einem Unternehmen hohe Kosten. Für Mitarbeitende auf der ausführenden Ebene und im unteren Management werden die Kosten auf 30 bis 50% des Jahresgehalts geschätzt. Der Wechsel von Mitarbeitenden im mittleren Management kostet rund 1,5 Jahresgehälter. Für Spezialisten und Führungskräfte des Top Managements muss mit rund 4 Jahresgehältern gerechnet werden, bis sie vollständig ersetzt sind. (Quelle: Personalwissen; Retention und Fluktuation)

Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • Kosten für die Rekrutierung (Stelleninserate, Honorar Personalberater, Assessments)
  • Zeitintensive Interviewrunden mit verschiedenen Bewerbern
  • Ihr Aufwand für die Einarbeitung des neuen Mitarbeitenden

Hinzu kommt die Mehrbelastung der betroffenen Teammitglieder. Diese erhöhte Belastung kann in Zeiten intensiver Arbeitspensen wiederum zu Ausfällen, zu Unruhe oder auch Unsicherheit bei den anderen Mitarbeitenden führen.

Ihre Mitarbeiter spüren die Wertschätzung, die Ihr Unternehmen ihnen entgegenbringt. Sie vermittelt ihnen Vertrauen und baut eine Bindung zwischen ihnen und dem Unternehmen auf.

Für das Unternehmen bedeutet eine starke Mitarbeiterloyalität eine positive Unternehmenskultur, ein hoher Einsatzwille und eine tiefe Personal-Fluktuation:

Das echte Interesse Ihrer Firma an den Bedürfnissen und Anliegen der Mitarbeitenden wird intern sowie auf dem Arbeitsmarkt wahrgenommen.

Arbeitnehmende bevorzugen heute Arbeitgeber, die gute Arbeitsbedingungen bieten und ihren sozialen Vorstellungen entsprechen. Diese sogenannt weichen Werte sind entscheidend für die Attraktivität Ihres Unternehmens. Ein attraktiver Arbeitgeber kann offene Stellen rascher mit fachlich dafür qualifizierten Personen besetzen.

Ein Unternehmen, das seine soziale Verantwortung wahrnimmt, fällt in der Öffentlichkeit positiv auf. Dieser Reputations- und Imagegewinn wirkt sich sowohl auf die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt als auch auf die Auftragslage aus.

  • Seit der Finanzmarktkrise und ihren negativen Konsequenzen für die nationalen Volkswirtschaften, steigt der Erwartungsdruck auf die Banken und die Unternehmen, ihre soziale Verantwortung für ihre Wirtschaftsstandorte aktiv wahrzunehmen. (Quelle: Die Volkswirtschaft 7/2011)
  • Markus Wenger, Geschäftsführer der Wenger-Fenster AG, bezeugt, dass sich das soziale Engagement seiner Firma positiv auf die Auftragslage ausgewirkt hat. Lesen Sie sein Testimonial.

Kosten und Nutzen für Unternehmen

Gesunde und motivierte Mitarbeitende sind Garanten für den Erfolg von Unternehmen. Trotz Vorkehrungen ist aber kein Unternehmen davor gefeit, dass Mitarbeitende ausfallen. Unfälle und Krankheiten haben neben menschlichem Leid auch einen beträchtlichen Aufwand und hohe Kosten für die Unternehmen zur Folge. Die Kosten für Absenzen betragen rund 750 pro Tag. Sie setzen sich aus direkten und indirekten Kosten zusammen:

  • Ausfallkosten (Lohnfortzahlung / Wartefrist / 13. Monatslohn)
  • Überstunden durch temporäre Mitarbeitende und Mehrarbeit
  • Sinkende Produktivität und Sicherstellung der Qualitäät und der Liefertermine
  • Eventuell Rekrutierung neuer Mitarbeitender
  • Sinkende Teamzufriedenheit
  • Sinkende Kundenzufriedenheit
  • Erhöhte Versicherungskosten
  • Image-Verlust

Ja. Denn Kennzahlen zeigen den Handlungsbedarf auf und ermöglichen einen Quervergleich mit anderen Unternehmen. Das Beispiel des Malerunternehmens verdeutlicht, dass das Unternehmen zunehmend mit Absenzen zu kämpfen hatte. Mit total 15 Ausfalltagen pro Vollzeitstelle weist das Malerunternehmen eine hohe Absenzenquote auf. Die Quote ist mehr als doppelt so hoch als der schweizerische Durchschnitt von 6,6 Tagen und auch höher als im Baugewerbe (9,6 Tage). Durchschnittwerte geben die Realität jedoch oft verzerrt wieder. Deshalb ist bei der Interpretation von Absenzenfällen stets zu fragen, ob einzelne Langzeitfälle nicht die Statistik verfälschen. Sowohl bei einzelnen Langzeitfällen als auch bei zahlreichen Kurzeitfällen kann die Dauer der Absenz positiv beeinflusst werden.

Berechnung der Absenzenkosten für Ihr Unternehmen

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