Compasso

Compasso: Die berufliche Wiedereingliederung 2016 im Fokus – Erfolgsgeschichten aus der Praxis

Am 30. Mai 2016 fand die Mitgliederversammlung des Vereins Compasso im Briefzentrum Zürich-Mülligen statt. Das Compasso-Mitglied Die Schweizerische Post gewährte den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Praxis der beruflichen Wiedereingliederung. Fazit: Integration fordert zwar alle Beteiligten heraus, ist gleichzeitig aber auch ein Gewinn.

Nachdem Compasso im Jahr 2015 vor allem im Bereich der Früherkennung und Integration neue Instrumente entwickelt hat, liegt das Hauptaugenmerk des Vereins im 2016 im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung. Die Inhalte auf dem Informationsportal www.compasso.ch werden bis Ende Jahr in diesem Bereich aktualisiert und mit wichtigen, auf die Arbeitgeber ausgerichteten Elementen ergänzt.

Engagement der Schweizerischen Post für die berufliche Re-Integration
Aufschlussreich war der Einblick in die Praxis der Schweizerischen Post, Gastgeberin der diesjährigen Mitgliederversammlung: Aufgrund ihrer Geschichte als Bundesbetrieb hat die Post eine sehr lange Tradition bezüglich Re-Integration von Mitarbeitenden mit Leistungseinschränkungen. Trotz Abbau von Monopolen und erhöhtem wirtschaftlichem Druck engagiert sich die Post weiterhin für die Anliegen der beruflichen Re-Integration. Markus Zuberbühler, Leiter des Gesundheitsmanagements der Post, stellte dar, mit welchen neuen Instrumenten und Prozessen die Post die Integration im Unternehmen ab 2017 verstärkt fördern wird. Ziel ist nicht nur eine einfachere Re-Integration von eigenen Mitarbeitenden, sondern auch von Menschen, die von ausserhalb ins Unternehmen kommen.

Dank der Zusammenarbeit mit Institutionen des zweiten Arbeitsmarkts konnten gemäss Fritz Moser, Projektleiter Integration der Post, in den letzten Jahren rund 100 Menschen in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen in den Arbeitsprozess integriert werden. Ein grosses Engagement in diesem Projekt leistet auch das Briefzentrum Zürich-Mülligen. Betriebsleiter Leonard Hämmerli zeigte anhand von konkreten Beispielen auf, welches die Erfolgsfaktoren für eine gelingende Integration sind: Eine gute Vorabklärung und Planung mit allen Beteiligten ermöglichen einen erfolgreichen Start der Integration, eine Eingliederung ohne Sonderbehandlung fördert die Wertschätzung der Personen mit Handicap und führt zu einem Gefühl des „Gebraucht-Werdens“, gemeinsam verbrachte Pausen und ausserbetriebliche Anlässe stärken den Teamgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Laut Leonard Hämmerli ist ein Integrationsprozess zwar immer eine Herausforderung für alle Mitarbeitenden, gleichzeitig aber auch ein Gewinn. Denn die Zusammenarbeit mit Menschen mit einer Beeinträchtigung fördert die Toleranz und den Zusammenhalt und wirkt sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit und das Betriebsklima aus.

Der Verein Compasso schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück
Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung konnte Compasso den Zugang wichtiger Sponsoren und Mitglieder vermelden. Innert Jahresfrist steigerte der Verein seine Mitgliederzahl von 36 auf 54. Damit engagieren sich mittlerweile Arbeitgeber von über 350‘000 Mitarbeitenden in der Schweiz bei Compasso.

Mit dem Sanatorium Kilchberg AG und der Mobiliar unterstützen zwei neue Sponsoren den Verein. Zudem engagiert sich mit der Mitgliedschaft der Eidgenössischen Bundesverwaltung neu auch der grösste Arbeitgeber der öffentlichen Hand bei Compasso, wie Präsident Martin Kaiser an der Versammlung mitteilte. Der Verein ist dank Sponsoren- und Mitgliedschaftsbeiträgen sowie Zuwendungen von Stiftungen finanziell solide unterwegs.

2016 wird der Beirat von Compasso konstituiert, in dem die zentralen Interessengruppen mit bekannten Persönlichkeiten vertreten sind. Mit Dr. Rudolf Stämpfli, Verwaltungsratspräsident Stämpfli Gruppe AG und Ehrenpräsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, konnte Compasso einen engagierten und erfolgreichen Unternehmer für das Präsidium des Beirats gewinnen.

(02.06.2016)

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