Was machen Systempartner?

Wenn eine Arbeitsunfähigkeit länger andauert, kommen zusätzliche Partner ins Spiel. Jeder dieser Partner beeinflusst den Verlauf eines Arbeitsplatzerhalts. Die Themen, mit denen Sie dabei als Arbeitgeber/in zu tun haben, sind so individuell wie die Situation, in der sich Ihr/e Mitarbeitende befindet.

Im Mittelpunkt stehen Sie als Arbeitgeber/in, der/die betroffene Mitarbeitende und das Arbeitsumfeld. Darüber hinaus können behandelnde Ärztinnen/Ärzte, Therapeutinnen/Therapeuten, thematisch ausgerichtete Fach- und Beratungsstellen, Krankentaggeld- oder Unfallversicherer, die zuständige IV-Stelle oder die Pensionskasse involviert sein.

Nutzen Sie das ressourcenorientierte Eingliederungsprofil. Informieren Sie beteiligte Versicherer oder binden Sie diese ein.

Welche Partner sind wann involviert?

Als Arbeitgeber/in haben Sie insbesondere mit den beteiligten Versicherern und Ärztinnen/Ärzten zu tun. Das sind Ihre Partner. Der Erfolg einer beruflichen Eingliederung hängt aber noch von anderen Partnern ab. Einen Überblick über häufig beteiligte Partner gibt die nachfolgende Grafik:

Partner Arbeitsplatzerhalt

Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten und weitere medizinische Fachpersonen sind Partner, die als Vertrauenspersonen Ihren Mitarbeitenden grossen Einfluss darauf haben, ob und was diese sich zutrauen. Je besser die medizinischen Fachpersonen über die Arbeitsplatzanforderungen Bescheid wissen, desto leichter fällt es ihnen, die Belastbarkeit Ihrer Mitarbeitenden zu beurteilen und damit den Arbeitsplatzerhalt zu unterstützen.

Der Krankenversicherer ist primär für Ihre Mitarbeitenden zuständig und übernimmt die Behandlungskosten gemäss Krankenversicherungsgesetz. Auch dieser Versicherer kann eine Meldung bei der IV vornehmen, eine Anmeldung bei der IV-Stelle verlangen und, falls angezeigt, ein Case Management einsetzen.

Der Krankentaggeld- oder Unfallversicherer richtet in erster Linie Taggeldleistungen aus. Auch können diese Versicherer eine Meldung bei der IV vornehmen, von Ihren Mitarbeitenden eine Anmeldung bei der IV-Stelle verlangen und bei Bedarf ein Case Management einsetzen.

Die für den Wohnkanton Ihrer Mitarbeitenden zuständige IV-Stelle bietet Ihnen bei einer beruflichen Integration Beratung und Unterstützung an. Eine Eingliederungsfachperson der IV-Stelle begleitet Sie und die Betroffenen. Nach einer IV-Anmeldung bietet Ihnen die IV-Stelle je nachdem weitere Leistungen an.

Der BVG-Versicherer bzw. die Pensionskasse gewährt oft bereits nach drei Monaten Arbeitsunfähigkeit eine Prämienbefreiung für Ihre Mitarbeitenden. Melden Sie der Pensionskasse frühzeitig, wenn sich eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit abzeichnet. Einige Pensionskassen bzw. BVG-Versicherer bieten ebenfalls Unterstützung zum Arbeitsplatzerhalt an bzw. setzen bei Bedarf ein Case Management ein.

Sind Fachstellen und/oder externe Dienstleister (bspw. Job-Coaches, Case-Manager) in die berufliche Eingliederung involviert, ist es wichtig, Sie über die für sie notwendigen Informationen zum Arbeitsplatz und Unternehmen zu informieren. Je besser die Fachstellen über die Arbeitsplatzanforderungen Bescheid wissen, desto besser können sie die Einsatzfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden einschätzen und damit den Arbeitsplatzerhalt unterstützen.

Die Zusammenarbeit im Case Management der Arbeitgebenden, der Krankentaggeldversicherer und der Pensionskassen muss effizient gestaltet werden, um rasch zu einer (Wieder)Eingliederung in den Arbeitsprozess von erkrankten Personen zu gelangen. Fragen Sie Ihre Krankentaggeldversicherung und Ihre Pensionskasse, ob sie in dem Fall kooperieren. 

Was können Sie von den IV-Stellen erwarten?

Die IV-Stellen unterstützen die Zusammenarbeitsempfehlungen von Compasso. Sie vertreten eine verlässliche, zielgerichtete und eingliederungsfreundliche Haltung zugunsten von Menschen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Gemeinsam mit unseren Partnern streben die IV-Stellen den Arbeitsplatz-Erhalt und den Erhalt oder die Wiedererlangung der Arbeitsmarktfähigkeit an.

Kantonale IV-Stellen der Schweiz