Compasso

Sie haben Fragen zur Neueinstellung einer handicapierten Person, weil...

Richtig eingesetzt, können Menschen mit Beeinträchtigungen die volle Arbeitsleistung erbringen. Oft tragen sie auch zu einem guten Betriebsklima bei. Erfahrungsgemäss sind dies besonders motivierte und loyale Mitarbeitende. Durch deren Einstellung verbessern Sie nicht nur Ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch die Reputation Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit. Zudem wird es durch den demografischen Wandel in der nächsten Zeit immer wichtiger, brach liegendes Potenzial an Arbeitskräften besser zu nutzen und Personen ohne Anstellung die Rückkehr in den Arbeitsprozess zu ermöglichen.

Die praktischen Hindernisse sind meistens kleiner als man denkt: Die Arbeitsplätze lassen sich mit Hilfsmitteln optimal an die Bedürfnisse dieser Mitarbeitenden anpassen. Hier finden Sie das Merkblatt der AHV/IV Achtung Link öffnet sich in einem neuen Fensterüber mögliche Hilfsmittel sowie weitere Informationen zu Hilfsmittel und Assistenz am ArbeitsplatzAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster.

Die IV bietet verschiedene Unterstützungsangebote bei der Neueinstellung eines beeinträchtigten Arbeitnehmenden. Sie finanziert unter anderem die Anschaffung von individuellen Hilfsmitteln am Arbeitsplatz oder bietet professionelle Beratung bei einer Neueinstellung an.

Zudem finanziert die IV bis zu sechsmonatige Arbeitsversuche. Während dieser Zeit können Sie als Arbeitgeber eine Person kennen lernen und ihre Leistungsfähigkeit testen. Den Lohn für die Person im Arbeitsversuch bezahlt die IV. Für eventuelle betriebliche Mehrkosten werden Sie entschädigt.

Sobald Sie einen Arbeitsvertrag abgeschlossen haben, erhalten Sie als Arbeitgeber einen EinarbeitungszuschussAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster zur Deckung von Lohn und Versicherungsbeiträgen, sofern die versicherte Person zu Beginn des Arbeitsverhältnisses noch nicht die nach Abschluss der Anlern- oder Einarbeitungszeit zu erwartende Leistungsfähigkeit aufweist.

Zusätzlich kann die IV dem Arbeitgeber eine Entschädigung für BeitragserhöhungenAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster ausrichten. Eine solche Entschädigung wird fällig, wenn eine Person nach erfolgter Arbeitsvermittlung innert drei Jahren erneut während mehr als 15 Tagen arbeitsunfähig wird und das Arbeitsverhältnis in diesem Zeitpunkt bereits länger als drei Monate gedauert hat.

Auch spezialisierte Personalverleihagenturen bieten im Zusammenhang mit der Eingliederung von beeinträchtigen Personen entsprechende Dienstleistungen an, um die rechtlichen und finanziellen Risiken für Sie als Arbeitgeber zu minimieren.

Die Möglichkeiten, sich in diesem Thema zu engagieren, sind für Sie als Arbeitgeber vielfältig. Sie können sowohl eine Stelle als auch einen Ausbildungs-, Praktikums- oder Trainingsarbeitsplatz für Menschen mit Handicap anbieten.
Weiterleiten