Compasso

Axpo

Wie ist es zur Eingliederung gekommen? Arbeitgeber

Herr B. hat bei uns auf der internen Post zuerst eine Schnupperlehre absolviert. Aufgrund unseren guten Erfahrungen und der Begeisterung von Herrn B. haben wir uns entschlossen, zusammen mit seinen Eltern und der Stiftung Züriwerk eine Lehre als Praktiker Pra Logistik zu planen. Herr B. ist von Trisomie 21 betroffen. Wir hatten jedoch nie Bedenken, dass es Probleme geben könnte, weil Herr B. ein sehr offener Mensch ist und von Anfang an zu allen Personen einen sehr guten Zugang hatte. Das war ein grosser Vorteil. Wir gingen den Prozess sehr positiv an und wurden darin auch bestätigt. Nach dem sehr erfolgreichen Lehrabschluss wollten wir Herrn B. weiter bei uns anstellen.

Wie ist es zur Eingliederung gekommen? Arbeitnehmer Herr B.

Ich habe mich mit der Unterstützung meiner Eltern bei der Axpo beworben, da ich gerne in einer grossen Firma in der internen Post arbeiten wollte. Ich habe zuerst eine Schnupperlehre in der internen Post der Axpo gemacht. Die Arbeit hat mir sehr gefallen und auch die Leute waren alle sehr nett. Ich habe mich deshalb auch sehr auf die Lehre als Logistiker gefreut.

Integrationsprozess aus Sicht des Arbeitgebers

Der Integrationsprozess nach der Lehre ging sehr schlank vonstatten, da wir Herrn B. ja schon sehr gut von der Lehre kannten. Wir waren überzeugt, dass wir ihn behalten wollten. Herr B. leistet für uns sehr gute Arbeit, von der wir profitieren. Er hat seine Tätigkeiten voll im Griff, er orientiert sich sehr sicher in unserem grossen Betrieb und kennt die Abteilungen sowie die entsprechenden Abkürzungen, nach denen es die Post zu sortieren gilt. Herr B. bringt eine sehr positive Ausstrahlung, Spontanität, Offenheit und ehrliche Direktheit mit, die unserer Firma sehr gut tut.

Unterstützung durch die Stiftung Züriwerk

Nach der Lehre stellten wir Herrn B. über einen Vertrag mit der Stiftung Züriwerk bei uns an. Wir wollten mit einer Organisation zusammenarbeiten, damit ein soziales Auffangnetz für Herrn B. besteht, falls das Arbeitsverhältnis mit uns irgendwann nicht mehr funktionieren sollte. Wir konnten so auch einen der Leistung angemessenen Lohn festlegen. Es besteht eine gute Verbindung und offenes Verhältnis mit dem Jobcoach und der Stiftung Züriwerk.

Herausforderungen und Empfehlungen des Arbeitgebers

Die grösste Herausforderung ist sicher, Herrn B. die Aufträge klar, präzis, angemessen und herausfordernd zu erteilen. Wir haben klare und gut verständliche „Spielregeln“ eingeführt. Aus dieser Erfahrung haben wir gelernt, dass ein Mitarbeiter wie Herr B. sehr erfolgreich sein kann, wenn man es richtig angeht. Der direkte Vorgesetzte absolvierte darum auch einen agogischen Grundkurs. Herr B. kann so seine Fähigkeiten voll entfalten und ist uns von grossem Nutzen. Das hängt natürlich von der geeigneten Arbeit ab. Wir haben Glück, dass diese Arbeit Herrn B. sehr viel Freude bereitet und wie auf ihn zugeschnitten ist. Er kann die Anforderungen in dieser Tätigkeit gut erfüllen. Es gibt auch Tage, an denen er nicht so ganz bei der Sache ist. Da braucht es auch eine Portion Sozialkompetenz vom Team. Es ist wichtig, dass er nicht überlastet ist und dass wir auch mal einen freien Tag zur Erholung einplanen können.

Persönliche Erfahrungen von Herr B.

Mein Vorgesetzter hat mir geholfen und gezeigt, was ich zum Beispiel mit einem Paket mache, wie ich das in den Computer eingebe und wie ich die Post verteilen muss. Meine Vorgesetzten unterstützen mich, in dem sie mir genau sagen, wie ich es genau und richtig mache. Wir haben eine Gebäudeliste mit Touren, so dass man richtig schnell ist, wenn man das befolgt. Mein Vorgesetzter sagt mir, was ich gut mache und sagt mir auch, wenn ich zu lange auf einer Tour war. Für mich war es sehr interessant, zu lernen, die Post zu verteilen und die Leute besser kennenzulernen. Die Arbeit hat mir von Anfang an Spass gemacht. Ich bin sehr hilfsbereit und die Leute mögen mich.
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