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Schonarbeitsplätze für das Flugpersonal der SWISS

Für die Piloten oder Flight Attendants der SWISS ist eine vollständige medizinische Tauglichkeit für die Berufsausübung zwingend. Auch bereits mit einer einfachen Schulterverletzung dürfen sie nicht mehr in die Luft und sind somit arbeitsunfähig. Was passiert also, wenn ein Pilot oder eine Flight Attendant aufgrund einer Krankheit oder Unfall als „unfit to fly“ eingestuft wird und nicht mehr fliegen darf? Die SWISS hat dafür sogenannte Schonarbeitsplätze am Boden eingerichtet. Denn oft dürfen Mitarbeitende aufgrund ihrer Krankheit oder Unfalls zwar nicht mehr fliegen, können aber Arbeiten am Boden ausführen. Zu den Tätigkeiten eines Bodeneinsatzes gehören beispielsweise das Bearbeiten von Flugrapporten, das Eruieren von verlorenen Gepäckstücken, administrative Tätigkeiten in der Technik oder Kommunikation. Also alles Arbeiten, die sowieso erledigt werden müssen.

„Wir wollen die Mitarbeiter so schnell wie möglich reintegrieren und es ihnen ermöglichen, sukzessive wieder Fuss im Arbeitsleben zu fassen“, erklärt Michael Uebersax, Leiter des Health Case Management bei der SWISS, welches für die Betreuung der Langzeiterkrankten und Verunfallten und die Koordination der Schonarbeitsplätze verantwortlich ist. Für das verunfallte und erkrankte Flugpersonal stehen zwischen 80 und 100 Schonarbeitsplätze zur Verfügung. Ein Bodeneinsatz dauert im Durchschnitt sechs bis neun Monate, wobei 80 Prozent danach ihre angestammte Tätigkeit in der Luft wieder aufnehmen.
(05.05.2017)

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