Compasso

Schweizerisches Rotes Kreuz SRK

Wie ist es zur Eingliederung gekommen? Arbeitgeber SRK

Das Schweizerische Rote Kreuz hatte bereits zuvor Personen von der GEWA Stiftung für berufliche Integration, die Praktika absolvierten. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht. Als Schweizerisches Rotes Kreuz ist es uns ein Anliegen soziale Verantwortung zu übernehmen. Vor rund einem Jahr suchten wir temporär jemanden zur Unterstützung in der HR-Abteilung. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der GEWA haben wir uns erneut gemeldet und so ist Frau S. zu uns gestossen. Am Anfang hat Frau S. eher einfachere Arbeiten erledigt. Sie hat sich ständig weiterentwickelt und anspruchsvollere Tätigkeiten übernommen. Wir waren immer sehr zuversichtlich und hatten keine grossen Bedenken. Die GEWA hat uns offen und transparent informiert.

Wie ist es zur Eingliederung gekommen? Arbeitnehmerin Frau S.

Ich war vorher in der Gastronomie tätig und arbeitete in einer Führungsfunktion als Shift Supervisor. Die Schicht-Arbeitszeit sowie die Haltung gegenüber den Arbeitnehmern gaben mir oft zu denken und hinterliessen mit der Zeit gesundheitliche Narben, weshalb ich nach langer Zeit in dieser Branche nicht mehr weiterarbeiten konnte. Ich leidete zunehmend an Ängsten, Selbstzweifel und Panikattacken, welche aus der Diagnose einer Depression resultierten. Zwänge und Schlafstörungen waren ebenfalls meine Begleiter. Durch starke Willenskraft, Eigeninitiative und niemals schwindender Hoffnung schaffte ich nach relativ kurzer Zeit all dies zu überwinden. Heute bin ich frei und mache anderen Mut. Nach meiner Zeit in der GEWA Stiftung für berufliche Integration kam ich für ein Praktikum zum Schweizerischen Roten Kreuz. Ich startete in der Abteilung Personaladministration. Bereits nach vier Monaten war klar, dass es zu einer Festanstellung kommt. Die Geschäftsleitung hat Ressourcen gesprochen um eine Stabstelle für mich zu schaffen. In meiner jetzigen Tätigkeit unterstütze ich die Geschäftsleitung in administrativen Belangen. Weiter organisiere ich Events, protokolliere in diversen Sitzungen der Geschäftsleitung und kümmere mich um das gesamte Bestellwesen. Seit August 2016 mache ich eine berufsbegleitende Ausbildung zur Kauffrau und wenn es möglich ist, anschliessend eine Weiterbildung zur Direktionsassistentin.

Integrationsprozess

Durch die IV-Stelle kam Frau S. zur GEWA. Hier hat Sie ein mehrmonatiges Belastbarkeits- und Aufbautraining absolviert. Mit dem Ziel das Pensum zu erhöhen und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Aufbautrainings hat die GEWA für Frau S. ein Praktikum beim Schweizerischen Roten Kreuz gefunden. Seit dem 01.01.2017 ist sie dort festangestellt mit einem Beschäftigungsgrad von 90 Prozent.

Unterstützung durch die GEWA

Die GEWA coachte Frau S. rund um die beruflichen Abklärungen. Vom Erstellen des Stellenprofils über den Lebenslauf bis hin zum Motivationsschreiben stand die GEWA Frau S. zur Seite. Sie organisierte für sie zudem einen geeigneten Praktikumsplatz. Die GEWA koordinierte und besprach mit dem Schweizerischen Roten Kreuz die Arbeitsinhalte, Herausforderungen und Tätigkeiten von Frau S. Weiter hat sie Frau S. bei der Suche nach einer passenden Weiterbildung unterstützt und die Anschlusslösungen mit der IV-Stelle geregelt. Die GEWA coachte Frau S. auch in Themen wie Selbstverantwortung oder Fokus auf eigene Ressourcen. Die GEWA verhandelte und koordinierte mit dem Arbeitgeber und der IV-Stelle den Integrationsprozess bis zur Anstellung. Bei Problemen oder Fragen sind die Jobcoaches der GEWA Ansprechpersonen für den Arbeitgeber.

Herausforderungen und Empfehlungen des Arbeitgebers

Man sollte der Person etwas Zeit geben, sie ernst nehmen aber nicht gleich als vollen Mitarbeiter einsetzen und überfordern. Der Arbeitgeber muss sich herantasten und beobachten wie belastbar die Person ist. Wir wurden von der GEWA über sämtliche Mitarbeitenden offen und transparent informiert. Es gibt in der Regel keine grossen Überraschungen und wir stützen und verlassen uns auf die Einschätzungen und Aussagen der GEWA. Am Anfang ist das Ganze ein Mehraufwand, der sich jedoch auszahlt und lohnt.

Persönliche Erfahrungen von Frau S.

Am Anfang war meine grösste Herausforderung, dass ich mich zu fest unter Druck setzte. Ich fühlte mich in vielen Punkten unsicher aufgrund meiner fehlenden Erfahrung im kaufmännischen Bereich. Zudem bin ich eine Perfektionistin. Das gesamte Team hat mich herzlich aufgenommen und mich so akzeptiert wie ich bin. Ich fühle mich stets sehr wohl und integriert, nicht nur von meinen Abteilungskollegen, sondern von allen Mitarbeitenden. Alle sind sehr hilfsbereit. Bei Problemen und Fragen stosse ich immer auf ein offenes Ohr. Ich bin glücklich, diese Chance erhalten zu haben und beim Schweizerischen Roten Kreuz arbeiten zu dürfen. Alle sind sehr offen und geben mir Feedbacks. Ich lerne jeden Tag dazu und fühle mich durch meine Vorgesetzten wertgeschätzt. Die Balance zwischen Geben und Nehmen stimmt vollkommen.
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