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Betriebliches Gesundheitsmanagement in Schweizer Betrieben

Wie verbreitet ist Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in Schweizer Unternehmen? Welche Betriebe investieren in entsprechende Massnahmen? Und aus welchen Gründen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Studie von Gesundheitsförderung Schweiz, welche den Umsetzungsgrad von BGM in Schweizer Betrieben untersucht hat.

Befragt wurden Unternehmen in allen Teilen der Schweiz mit mehr als 100 Mitarbeitenden. Insgesamt haben 833 Schweizer Betriebe an der Befragung teilgenommen. Gegenstand der Untersuchung waren vier Komponenten des BGM: Absenzen- und Case Management; BGM-Strategie; Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und Mitarbeitenden-Befragungen (MAB); Arbeitsgestaltung, Personal- und Organisationsentwicklung. Die Unternehmen wurden gefragt, wie vollständig sie einzelne BGM-Massnahmen umsetzen.

Die Studie zeigt, dass 71 % der befragten Unternehmen in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden investieren. 23 % der Betriebe setzen BGM sogar vollumfänglich und systematisch um. Jedoch sehen viele Unternehmen einen grossen Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung bezüglich Stress und der psychischen Gesundheit. Im Vordergrund des gesundheitsfördernden Engagements der Unternehmen stehen die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und die Senkung der Absenzen. Entsprechend investieren Unternehmen am häufigsten ins Absenz- und Case Management, die Arbeitsgestaltung und die Personal- und Organisationsentwicklung.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich mittlerweile viele Schweizer Unternehmen mit BGM-Massnahmen befassen. Die Betriebe haben erkannt, dass BGM wichtig ist, und wollen in Zukunft noch stärker in diesen Bereich investieren.

(04.08.2017)

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