Compasso

3 Fragen an Martin Kaiser, Präsident Compasso

Martin Kaiser, was war Ihr persönliches Compasso-Highlight im 2017?
2017 war generell ein erfolgreiches Jahr für Compasso. Auch die Mitgliederzahl ist erneut gewachsen. Es freut mich sehr zu sehen, wie immer mehr Arbeitgeber und weitere Akteure sich mit dem Thema der beruflichen Eingliederung auseinandersetzen und sich dafür aktiv engagieren. Mein grosser Dank gebührt deshalb unseren Sponsoren und Mitgliedern, denn ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, weitere Systemverbesserungen zu realisieren und neue innovative Entwicklungen abzuschliessen. Ich denke dabei insbesondere an die Lancierung des ressourcenorientierten Eingliederungsprofils REP, mein ganz persönliches Highlight im 2017. Erstmals haben Arbeitgeber, Ärzte und der Bund gemeinsam ein Eingliederungsinstrument entwickelt. Mit dem REP wird die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Ärzten optimiert. Es werden damit gute Grundlagen für eine bessere, nachhaltige berufliche Eingliederung und für den Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit von Mitarbeitenden geschaffen. Besonders gefreut haben mich insbesondere auch das grosse mediale Echo und das Interesse vieler Arbeitgeber, Ärzte, Eingliederungsorganisationen, aber auch etwa von Sozialhilfebehörden. Wenn sie alle das REP nun auch anwenden, dann sind wir auf einem guten Weg!

Welche Projekte sind in der Fachentwicklung für 2018 geplant?
Im Bereich Fachentwicklung werden interdisziplinäre Projektgruppen Schwerpunktthemen bearbeiten. Ein Schwerpunkt betrifft die Optimierung der erstmaligen beruflichen Eingliederung von Jugendlichen. In einem ersten Schritt wird die laufende Ist-Analyse finalisiert und validiert. Anschliessend werden basierend auf der Analyse Handlungsfelder und Massnahmen identifiziert. Was davon dann letztlich umgesetzt werden kann, wird von der zur Verfügung stehenden Finanzierung abhängen. Ein weiterer Fokus liegt auch dieses Jahr wieder auf der Koordination zwischen Arbeitgebern und Systempartnern. Die Erarbeitung eines praxistauglichen Leitfadens für KTG-Versicherer, IV-Stellen und Arbeitgeber zur besseren Koordination der Prozesse und Schnittstellen mit Schwerpunkt in der Frühinterventionsphase ist geplant. Basierend auf der Landkarte der Systempartner werden zudem weitere Handlungsfelder bezüglich einer verbesserten Koordination identifiziert. Auch das REP bleibt selbstverständlich ein wichtiges Thema.

Welche weiteren Schwerpunkte und Ziele hat sich Compasso für 2018 gesetzt?
2017 hat Compasso mithilfe von Gesprächen die Bedürfnisse der KMU und Branchenverbänden bezüglich Unterstützung und Angebote in der beruflichen Eingliederung abgeklärt. Bald soll diese Bedarfsanalyse abgeschlossen werden und basierend auf den Erkenntnissen sollen erste Projektideen erarbeitet werden. Auch diesbezüglich ist die Finanzierung allerdings noch nicht gesichert. Nach der ersten erfolgreichen Veranstaltung in der Romandie, ist es unser Ziel, Compasso in der Westschweiz Schritt für Schritt zu etablieren und bekannt zu machen. Positive Signale erreichten mich auch aus dem Tessin, nachdem wir gewisse Informationen auf unserer Website auch in italienischer Sprache zur Verfügung gestellt haben. Ich bin deshalb zuversichtlich, bald auch schon erste Mitglieder aus dem Tessin in unserem Netzwerk begrüssen zu dürfen. Last but not least wollen wir natürlich 2018 weitere Arbeitgeber motivieren, ihr Engagement in der beruflichen Eingliederung durch eine Mitgliedschaft bei Compasso sichtbar zu machen.
(12.01.2018)

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