Compasso

Interview mit unserem Mitglied und Sponsor IVSK

Weshalb engagiert sich die IVSK im Bereich berufliche Eingliederung, als Sponsor von Compasso?

Compasso leistet als Portal der Arbeitgeber für berufliche Integration kompetente Arbeit, vernetzt alle relevanten Akteure miteinander und trägt zur Systementwicklung bei. Kurz, Compasso setzt sich auf professionelle Weise für die Integration von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ein. Besonders wertvoll ist das von Compasso entwickelte ressourcenorientierte Eingliederungsprofil (REP). Es ermöglicht dem Arbeitgeber, in ein paar Minuten am Computer eine Arbeitsplatzbeschreibung zu erstellen. Sie dient dem behandelnden Arzt als Grundlage für eine differenzierte Beurteilung, welche Tätigkeiten möglich sind ohne die Genesung zu gefährden. Je länger die Abwesenheit vom Arbeitsplatz dauert, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg. REP trägt zur rascheren Rückkehr in den Betrieb bei.

Wie sieht Ihr Engagement in der beruflichen Eingliederung konkret aus?

Als Dachverband der IV-Stellen beteiligen wir uns aktiv an der Weiterentwicklung der Invalidenversicherung und sorgen für eine einheitliche Rechtsanwendung durch Ausbildung und Erfahrungsaustausch. Den IV-Stellen stehen verschiedene wichtige Eingliederungs-instrumente zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise gezielte Trainings zur Wieder-erlangung der Arbeitsfähigkeit, Umschulungen und Coachings. Im Jahr 2017 hatten am Ende der Eingliederungsbemühungen 20‘133 Personen eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt. Dieser Erfolg war nur möglich mit Arbeitgebern, die ihre soziale Verantwortung wahrnehmen. Diese Personen zu beraten und zu begleiten ist den IV-Stellen besonders wichtig.

Welche Tipps können Sie Arbeitgebern geben?

So banal es klingt, aber die beste Prävention ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend ihren Fähigkeiten am richtigen Ort einzusetzen. Gelingt dies, spielen gesundheitliche Beeinträchtigungen eine untergeordnete Rolle und können oft mit entsprechenden Hilfsmitteln kompensiert werden. Bei längeren Absenzen und Defiziten, die aus gesundheitlichen Gründen entstehen, gilt es hinzuschauen und möglichst rasch nach Lösungen zu suchen. Die IV-Stellen stehen Arbeitgebern mit ihrer Fachkompetenz und ihren Unterstützungsmöglichkeiten zur Seite. Arbeitgeber sollten nicht zögern, bei Fragen und Unsicherheiten professionelle Hilfe zu beanspruchen. Je früher Probleme angegangen werden, desto eher finden sich Wege, die für die Betroffenen, aber auch für die Arbeitgeber wirksam sind.
(06.04.2018)
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