Compasso

Studie über die berufliche Eingliederung bei KMUs

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt, die Psychiatrie Baselland, der Gewerbeverbandes Basel-Stadt, der Arbeitgeberverband Basel, die Stiftung Rheinleben und die Hochschule Döpfer in Köln haben zusammen bei sämtlichen KMUs der Nordwestschweiz eine Befragung zum Thema Umgang mit gesundheitlich beeinträchtigten Mitarbeitenden durchgeführt. Ziel der Studie war es, aufzuzeigen, wie die Betriebe mit den körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen der Mitarbeitenden umgehen und was in diesem Bereich bereits umgesetzt wird. Im Vordergrund der Befragung stand neben der Sensibilisierung der KMUs die Frage, wie KMUs mit keiner oder einer sehr kleinen Personalabteilung es schaffen, Mitarbeitende mit Einschränkungen im Betrieb zu halten. Die Ergebnisse der Studie sollen sowohl für die Arbeitgeber wie auch für die Arbeitnehmenden als Unterstützung zur Verfügung stehen.

Früh miteinander sprechen, gerade bei psychischen Problemen

Die Studie zeigt, dass die Unterschiede zwischen körperlicher und psychischer Erkrankung weniger ins Gewicht fallen als erwartet, jedoch kommunizieren Personen mit psychischen Problemen zurückhaltender, was gravierende Auswirkungen mit sich bringen kann. Wenn Arbeitnehmende früh und offen mit ihren Vorgesetzten über ihre Erkrankung reden, besteht eine erhöhte Chance, weiterhin im Betrieb arbeiten zu können. Zudem zeigt die Studie, dass oft nicht nur die Krankheit oder die krankheitsbedingte Absenz entscheidend für die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses ist, sondern auch die Bemühungen des Mitarbeitenden, trotz Erkrankung „das Beste zu geben“. Ausserdem hat sich gezeigt, dass der Arbeitgeber oftmals keinen Kontakt zu den Behandelnden des Mitarbeiters hat, ein solcher Kontakt aber gewünscht wird.
(06.04.2018)
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