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Menschen mit Autismus sollen besser integriert werden

Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) sollen eine Schule absolvieren und einen Beruf erlernen können. Dies beabsichtigt der Bundesrat und hat dazu einen Bericht verabschiedet, in welchem verschiedene Massnahmen definiert werden. Der Fokus liegt auf Früherkennung und Diagnostik, Beratung und Koordination sowie Frühintervention gelegt.

Eines der identifizierten Handlungsfelder betrifft die berufliche Ausbildung und Arbeitsintegration. Obwohl bereits viele Massnahmen im Bereich der beruflichen Eingliederung bestehen, zielen weder die IV-Massnahmen noch die kantonalen Angebote spezifisch auf Jugendliche mit ASS ab. Doch gerade für Jugendliche und junge Erwachsene stellt der Übergang zwischen Schule und Berufsausbildung oft ein Problem dar. Das Gleiche gilt für den Übergang von der Ausbildung in die Arbeitswelt sowie für die nachhaltige Erhaltung eines Arbeitsplatzes. Somit sind die Früherfassung dieser Zielgruppe und eine Koordination zwischen den Akteuren (hauptsächlich Schule, IV-Stelle, Case Management Berufsbildung) besonders wichtig. Zudem betont der Bericht, dass eine Anpassung der Angebote und eine enge Begleitung von Menschen mit ASS, insbesondere während der erstmaligen beruflichen Ausbildung, notwendig sind. Eine koordinierte und kontinuierliche Beratung und Begleitung stellt sicher, dass Menschen mit ASS auch für sie besonders schwierige Wechsel und Übertritte (z.B. von der Schule zur beruflichen Ausbildung und ins Erwerbsleben) meistern können, ohne den Anschluss zu verlieren.

(23.10.2018)
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