Compasso

Rückblick Compasso Mitgliederfachtagung 2018

Im Fokus der Compasso Mitgliederfachtagung 2018 stand die erstmalige berufliche Eingliederung von Jugendlichen. Neben spannenden Referaten zum Thema wurden die wichtigsten Resultate und Handlungsansätze unserer Studie „Jung und beeinträchtigt – ein erfolgreicher Weg in die Arbeitswelt“ präsentiert und diskutiert.

Die diesjährige Mitgliederveranstaltung fand beim Compasso-Sponsor, der SBB, in Zürich-Altstetten statt. Martin Kaiser, Präsident von Compasso und Karin Mahler, Leiterin Arbeitsmarktfähigkeit, Gesundheit und Soziales SBB und Compasso Vorstandsmitglied begrüssten die zahlreich teilnehmenden Mitglieder und Gäste. Karin Mahler gab anschliessend einen Einblick in das Engagement der SBB im Bereich Arbeitsmarktfähigkeit, Gesundheit und Soziales und stellte zwei konkrete Projekte vor. „Präventive Massnahmen während der Ausbildung von Jugendlichen sind dabei zentral für einen erfolgreichen Start im Arbeitsleben.“, erklärte Karin Mahler.

Stefan Ritler, Leiter Geschäftsfeld Invalidenversicherung BSV, betonte die Wichtigkeit des Themas erstmalige berufliche Eingliederung und wies darauf hin, dass die IV Weiterentwicklung ein besonderes Augenmerk auf die Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt legt.

Jung und beeinträchtigt – ein erfolgreicher Weg in die Arbeitswelt

Jährlich schaffen 2‘000 Jugendliche in der Schweiz wegen physischer oder psychischer Beeinträchtigungen den Eintritt ins Erwerbsleben nicht. Stattdessen sind sie auf eine IV-Rente angewiesen. Compasso hat die Situation analysiert und mit Experten und Arbeitgebern vier Handlungsfelder und acht konkrete Massnahmen erarbeitet, um junge Erwachsene mit Beeinträchtigung besser ins Berufsleben zu integrieren.

Regina Knöpfel, stv. Leiterin Fachentwicklung Compasso, stellte die wichtigsten Resultate und Handlungsansätze der Studie „Jung und beeinträchtigt – ein erfolgreicher Weg in die Arbeitswelt“ vor. Die vier prioritären Handlungsfelder sind: Prozessbegleitung erstmalige Eingliederung optimieren, Potenzial niederschwelliger Ausbildungen besser nutzen, Statistik verbessern und gezielte Informationen verstärken und Rahmenbedingungen verbessern. „Junge Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Eltern benötigen eine verlässliche, einheitliche Prozessbegleitung. Aber auch Arbeitgeber wünschen sich Unterstützung bei Bedarf.“, fasst Regina Knöpfel einige wichtige Ergebnisse der Studie zusammen.

Im Rahmen von Workshops hatten die Teilnehmenden die Möglichkeiten, einzelne Themenfelder der Studie zu diskutieren und ihre Anregungen einzubringen. Die Diskussionen haben gezeigt, dass trotz bestehenden Herausforderungen eine Vielzahl an Lösungsvorschlägen bestehen.

„Werden die identifizierten Massnahmen der Studie konsequent angegangen und umgesetzt, so können wir die erstmalige berufliche Eingliederung in den nächsten Jahren deutlich vorwärtsbringen. Compasso ist bestrebt, einen Beitrag zu leisten und seine Kompetenzen und das einzigartige Praxisnetzwerk einzubringen. Jedoch ist auch das Engagement aller relevanten Akteure gefordert. Denn es geht nur miteinander.“, resümiert Martin Kaiser in seiner Abschlussrede.
(30.11.2018)
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