Compasso

Rückblick Compasso Veranstaltung im Tessin

Zum ersten Mal fand am 21. Februar 2019 eine Compasso Veranstaltung im Tessin statt. Unterstützt wurde der Anlass vom Schweizerischen Arbeitgeberverband, der Associazione Industrie Ticinesi (AITI) und der Camera Commercio, dell’industria, dell’artigianato e dei servizi del Canton Ticino (Cc-Ti). Zahlreiche Vertreter aus Industrie und Gewerbe sowie Verbänden und Ämtern fanden den Weg zur Veranstaltung. Ziel des Anlasses war es, Compasso in der italienischen Schweiz bekannt zu machen und die lokalen Arbeitgeber über das Netzwerk und das Angebot zu informieren.

In einer kurzen Begrüssungsrede von Fabio Regazzi, Nationalrat und Mitglied des Vorstandsausschusses des Arbeitgeberverbandes, Stefano Modenini, Direktor bei AITI und Luca Albertoni, Direktor des Cc-Ti, wurde die Wichtigkeit des Themas berufliche Eingliederung und Arbeitsplatzerhalt verdeutlicht. Martin Kaiser, Präsident von Compasso, stellte danach zuerst das Netzwerk und die Wirkungsweise von Compasso vor und informierte auch über die aktuellen und zukünftigen Projekte. Ein grösseres Projekt, das Compasso 2019 in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) startet, betrifft die Gleichstellung in der Arbeit. Auf grosses Interesse ist zudem ein wichtiges Instrument gestossen, das Compasso Ende 2017 lanciert hat und das in der Praxis immer mehr an Bekanntheit gewinnt. Das ressourcenorientierte Eingliederungsprofil REP soll die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Ärzten optimieren und zur vereinfachten und schnelleren beruflichen Wiedereingliederung von erkrankten oder verunfallten Mitarbeitenden eingesetzt werden. Flavia Hächler, Case Managerin bei der SBB für die Region Tessin, gab im Anschluss einen Einblick in das Engagement der SBB im Bereich Arbeitsmarktfähigkeit, Gesundheit und Soziales und zeigte auf, wie das REP bei der SBB erfolgreich eingesetzt wird. Zusammen mit der Suva Bellinzona und der IV-Stelle Tessin hat die SBB die Bedeutung des REPs erfasst und mit einem Pilotprojekt Anfang 2018 gestartet. Wie das REP bei der Suva aufgenommen und eingesetzt wird, stellte Roberto Dotti, Direktor von der Suva Bellinzona durch erfolgreich geglückte Eingliederungsfälle dar. Den Abschluss der Referate machte Monica Maestri, Amtschefin der IV-Stelle Tessin. Sie berichtete über die finanziellen Herausforderungen der IV, die Aktivitäten der IV-Stelle und die Wichtigkeit des Netzwerkes für eine erfolgreiche berufliche Eingliederung.

Nach der Präsentation von Compasso und den Beiträgen der Gastreferenten wurde am Veranstaltungsort, dem Hotel Pestalozzi in Lugano, ein reichhaltiger Apéro angeboten. Die Möglichkeit für einen Austausch wurde unter den Teilnehmern und auch durch Medienvertretern rege genutzt. Durch das Programm moderierte Angelo Geninazzi, Senior Consultant bei furrerhugi, verantwortlich für die italienische Schweiz.
(14.03.2019)
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