Compasso

Unsere Beirätin Regine Sauter stellt sich vor

Stellen Sie sich bitte kurz vor
Seit 2012 leite ich die Zürcher Handelskammer, den regionalen Wirtschaftsverband der Kantone Zürich, Zug und Schaffhausen. Ich wohne in der Stadt Zürich, aufgewachsen bin ich im Zürcher Weinland. Die Politik ist seit je meine grosse Passion. Seit 2015 bin ich Nationalrätin (FDP), vorher war ich 11 Jahre Kantonsrätin. Daneben habe ich Einsitz in verschiedenen Gremien (z.B. Stiftungsrat Technopark Zürich, Geschäftsführerausschuss economiesuisse, Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik) und Verwaltungsräten. Sowohl beruflich als auch politisch sind es Themen rund um unseren Lebens- und Wirtschaftsraum, die mich beschäftigen und für die ich mich einsetze. In meiner Freizeit reise ich sehr gerne, ausserdem gehört der Oper meine grosse Begeisterung.

Was ist Ihre Motivation für das Engagement als Beirätin bei Compasso?
Arbeit ist für die Menschen mehr als nur „Broterwerb“, sie ist Sinngebung und trägt zur Integration in die Gesellschaft bei. Unser gutes Bildungswesen schafft die Grundlage dafür, dass fast alle jungen Menschen einen Beruf erlernen können, und unser vielfältiger Arbeitsmarkt bietet die unterschiedlichsten Beschäftigungsmöglichkeiten. Es gibt aber auch Menschen, die den Einstieg ins Berufsleben nicht schaffen oder ihrer gewohnten Tätigkeit nicht mehr nachgehen können, etwa nach einer Erkrankung oder einem Unfall. Auch für diese Menschen einen Weg (zurück) ins Erwerbsleben zu finden, ist wichtig – für sie selber und für unsere Sozialwerke. Compasso zeigt den Unternehmen, wie sie Mitarbeitende in solchen Situationen im Arbeitsprozess behalten oder wieder integrieren können und wie sie Arbeitsplätze für Menschen mit einer physischen oder psychischen Beeinträchtigung schaffen können. Diese wichtige und wertvolle Arbeit unterstütze ich gerne und mit voller Überzeugung.

Welchen Stellenwert hat das Thema Inklusion resp. berufliche Eingliederung in den Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK? Welche konkreten Tipps im Bereich berufliche Eingliederung können Sie daraus für Arbeitgeber ableiten?
Ziel der zurzeit laufenden Revision der Invalidenversicherung (IV) ist die weitere Verstärkung der Eingliederung in den Arbeitsmarkt; Stichwort „Eingliederung vor Rente“. Dass dies gelingt, ist angesichts des hohen Defizits in der IV ein Gebot der Stunde. Gerade bei jungen Menschen muss der Einstieg ins Berufsleben an erster Stelle stehen, denn ein Weg in die IV ist aus keiner Sicht eine wünschbare Perspektive. Es ist wichtig, dass Arbeitgeber Handlungsbedarf frühzeitig erkennen und sich die nötige Unterstützung holen. Entscheidend ist jedoch, dass Arbeitgeber bereit sind, sich hier zu engagieren, auch wenn es nicht immer einfach ist. Hohe Integrationsquoten beweisen, dass sich die Anstrengungen lohnen.

(10.09.2019)
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