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Informationen zu Personen mit einer psychischen Erkrankung

Psychische Beinträchtigungen können zu Schwankungen in der Arbeitsleistung führen.

Menschen mit psychischen Problemen weisen oft Störungen in der Selbst- und Fremdwahrnehmung, im Umgang mit Gefühlen und in der Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen auf. Die Formen psychischer Probleme sind vielfältig. Hält eine psychische Störung über längere Zeit an oder tritt sie immer wieder auf, spricht man von einer psychischen Behinderung.

Vor allem in belastenden Situationen geraten Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung schneller aus dem Gleichgewicht. Sie haben oft Mühe, ihr eigenes Können und ihre eigene Leistung richtig einzuschätzen, etwas zu fragen oder Hilfe zu verlangen. Auch die Flexibilität, sich an neue Arbeitssituationen anzupassen, fehlt oft. Dies führt dazu, dass die betroffenen Menschen sich schneller überfordert fühlen als Menschen ohne psychische Behinderungen.

Bei Fragen wenden Sie sich an die Schweizerische Stiftung pro mente sanaAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster

Glossar zum Themenbereich:

Menschen können unter übersteigerten Ängsten oder Panikstörungen leiden. Die Folge ist oft ein Ausweich- oder Vermeidungsverhalten. Angsterkrankungen sind weit verbreitete Störungen, können aber durch Psychiaterinnen und Psychologen in der Regel gut behandelt werden, gerade wenn sie frühzeitig erkannt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Angst- und Panikhilfe Schweiz:

Angst- und Panikhilfe Schweiz

Eine „Borderline-Störung“ kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Beobachtbar sind unter anderem eine wechselnde, instabile Stimmung, häufiges impulsives Handeln, emotionale Ausbrüche bis hin zu streitsüchtigem Verhalten. Ein mangelndes Selbstwertgefühl und Beziehungs-Probleme können hinzukommen. Häufig sind selbstverletzende Handlungen (z.B. Schneiden, Brennen). Dadurch werden unerträgliche innere Spannungen abgebaut.

Drogenmissbrauch und andere psychische Störungen (Depressionen, Angststörungen, Essstörungen) kommen häufig kombiniert mit einer Borderline-Störung vor.

Weitere fachliche Informationen finden Sie auf der Borderline Plattform:

Borderline Plattform

Das „Burnout-Syndrom“ (wörtlich übersetzt: „Ausbrennen“) ist bis heute zwar in aller Munde, jedoch unscharf definiert. Es weist keine eigenen Symptome auf, sondern solche, die bei anderen Krankheiten auftreten (z.B. bei der Depression).

Beschrieben wird Burnout als ein dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand. Er ist in erster Linie von Erschöpfung gekennzeichnet, begleitet von Unruhe und Anspannung, einem Gefühl von verringerter Leistungsfähigkeit, gesunkener Motivation und vermehrt negativen Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit. Burnout entwickelt sich nach und nach, kann dem betroffenen Menschen aber lange unbemerkt bleiben. Es zieht Menschen in eine Abwärtsspirale, aus der schwierig zu entkommen ist.

Für Sie als Arbeitgeber ist es von Interesse, dass ein betroffener Mitarbeitender Hilfe sucht. Denn, wenn Mitarbeitende ausbrennen, sinkt die Qualität und Quantität der Arbeit. Motivieren Sie Ihren Mitarbeitenden, die Symptome frühzeitig bei seinem Arzt abzuklären.

Weitere Informationen finden Sie auf der Swiss Burnout Website:

Swiss Burnout

Depressive Erkrankungen sind weitverbreitete Störungen. Ursachen können Schicksalsschläge, belastende Lebenserinnerungen oder auch Veranlagung sein. Depressive Erkrankungen sind mit fachärztlichen Verfahren gut behandelbar – besonders, wenn sie frühzeitig erkannt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Websites:
Equilibrium: Verein zur Bewältigung von Depressionen: www.depressionen.ch
Informationen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich: www.depression.uzh.ch

Schizophrenien sind ernsthafte seelische Erkrankungen, bei denen vor allem die Beziehung zur Wirklichkeit und zu den Mitmenschen verändert ist. Schizophrenie ist heute psychiatrisch gut behandelbar, aber nicht therapeutisch heilbar. Allerdings heilt die Krankheit in vielen Fällen spontan.

Beobachtbar sind leichtere Verhaltensstörungen bis zu Tobsucht. Die Betroffenen denken und sprechen bisweilen sprunghaft, blockiert, nicht zusammenhängend. Sie leiden unter Halluzinationen, d.h. Wahrnehmungen, die nicht realistisch sind. So hören Betroffenen Stimmen oder fühlen sich verfolgt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Kompetenznetz Schizophrenie Website:

Kompetenznetz Schizophrenie

Zwangsdenken und Zwangshandlungen wie Waschzwang oder Kontrollzwang sind heute weit verbreitet. Zwänge halten die Betroffenen gefangen und ein Ausweichversuch führt zu unerträglicher Anspannung und bisweilen auch zu starken Angstgefühlen. Zwangsprobleme sind mit neueren Psychotherapiemethoden gut behandelbar, sofern damit nicht zu lange zugewartet wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für Zwangsstörungen:

Schweizerische Gesellschaft für Zwangsstörungen

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