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Informationen zu Personen mit einer Sinnesbeeinträchtigung

Hörbehinderung

Eine Hörbehinderung wirkt sich vor allem in der Kommunikation aus. Halten die Beteiligten einfache Kommunikationsregeln ein und begegnen sich mit Verständnis, ist eine gute Zusammenarbeit möglich.

Gehörlose und Hörbehinderte können gleich viel leisten wie Hörende. Lediglich die Einarbeitungszeit kann etwas länger dauern. Das Einhalten von Kommunikationsregeln ist dabei zentral. Vereinbaren Sie deshalb von Anfang an solche Regeln mit allen Beteiligten.

Hörbehinderte Arbeitnehmende sind oft konzentrierter, haben ein hohes räumliches Vorstellungsvermögen und speichern visuelle Informationen besonders gut.

Dank den heutigen technischen Hilfsmitteln können Gefahrenquellen für Hörbehinderte in Betrieben zumeist sichtbar gemacht oder eliminiert werden. Auch direkt am Arbeitsplatz können heute spezifische Hilfsmittel eingesetzt werden. Diese können von der IV finanziert werden. Gehörlose und Schwerhörige erhalten allerdings nicht automatisch eine IV-Rente.

Für nähere Auskünfte wenden Sie sich an die Fach- und Beratungsstellen für Gehörlose und HörbehinderteAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster.
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Sehbeinträchtigung

Als sehbehindert oder sehbeeinträchtigt gilt, wer trotz optimaler Korrektur seiner Sehfehler (z.B. Kurzsichtigkeit) nur ein stark eingeschränktes Sehvermögen erreicht.

Mit Hilfe von speziellen Sehhilfen, etwa Lupen, Bildschirmlesegeräte oder Vergrösserungs-Software, kann Schriftliches jeweils elektronisch oder optisch stark vergrössert und lesbar gemacht werden. So gelingt es Sehbeeinträchtigten, bis zu einem gewissen Masse „sehend“ zu arbeiten.

Für blinde Personen gibt es andere technische Hilfsmittel: Mit der "Braillezeile", einem Zusatzgerät, das Texte in Punktschrift anzeigt, können sie am Computer lesen und schreiben. Mit der Sprachausgabe können sie sich alle Texte vom PC vorlesen lassen.

Bei der beruflichen Integration bestehen für sehbehinderte Menschen vor allem arbeitsorganisatorische und technische Barrieren: Sie sind auf optische und technische Hilfsmittel und Arbeitshilfen angewiesen. Technik alleine genügt aber nicht. Sehbehinderte Menschen müssen die im konkreten Fall möglichen Bedienungsstrategien erlernen sowie in die am Arbeitsplatz übliche Arbeitsabwicklung integrieren können. Eine gute Abklärung sowohl der Art wie auch der Folgen der Sehbeeinträchtigung sind Voraussetzung (Low Vision-AbklärungAchtung Link öffnet sich in einem neuen Fenster). Es ist heute möglich, diese Voraussetzungen zu schaffen. Sie werden oft auch von der IV finanziert.
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Glossar zum Themenbereich:

Es gibt grosse Unterschiede zwischen Menschen, die gehörlos, schwerhörig oder hörbehindert sind. Der Zeitpunkt, seit dem die Betroffenen mit der Hörbehinderung leben ist entscheidend (Geburt, Kleinkindalter, als Erwachsener).
So können Schwerhörige zum Teil sprechen oder sogar telefonieren. Gänzlich Gehörlose, die sprechen, können hingegegen für andere kaum verständlich sein oder selbst Mühe haben, Texte zu verstehen.
Entscheidend ist, zu Beginn die Kommunikationsfähigkeit des Betroffenen abzuklären. Sein Arbeitsplatz kann technisch angepasst werden: gute Ausleuchtung, Übersichtlichkeit, Möglichkeit, akustische Signale zu visualisieren oder sie durch ein Fibrationsfunk-Meldesystem zu ergänzen. Der Vorgesetzte braucht möglicherweise mehr Zeit für besonders eindeutige und klare Arbeits-Anweisungen. Hörbehinderte sind anderseits oft überdurchschnittlich motiviert, engagiert und betriebstreu, insbesondere, wenn sie ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden.
Achten Sie darauf, dass wichtige Informationen auch bei Hörbehinderten im direkten Gespräch weitergegeben werden.
Weitere Informationen: www.bfsug.ch/

Es gibt viele Formen von Sehbehinderung. Gemäss einer geläufigen Umschreibung ist sehbehindert, wer normalen Zeitungsdruck auch mit einer Lesebrille oder Kontaktlinsen nicht mehr lesen kann. Neben der so beschriebenen Schwierigkeit im so genannten „Scharfsehen“ kann eine Sehbehinderung aber auch durch vielfältige und kombinierte Einschränkungen im Gesichtsfeld, Bewegungsstörungen des Auges, Probleme bei der Verarbeitung von Sehreizen im Gehirn und durch weitere Sehstörungen entstehen. Zudem spielen die bauliche Umgebung - Lichtverhältnisse, Markierungen, akustische Informationsvermittlung - und die Lebenssituation der Person, zum Beispiel die Rücksichtnahme und Unterstützung durch seine Mitmenschen, sein Umgang mit Hilfsmitteln und Hilfstechniken usw. eine grosse Rolle.

Die Praxis zeigt: Betroffene können durch kompensatorische Arbeitstechniken, Hilfsmittel und eine gezielte Vorbereitung eine Sehbehinderung gut ausgeglichen und sind auf dem Arbeitsmarkt konkurrenz- und leistungsfähig.

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